Schäden und Betrugsmaschen von Mietnomaden

Gesetzeslage bei den Mietnomaden
Juni 5, 2017

Schäden und Betrugsmaschen von Mietnomaden

Schäden durch Mietnomaden bewegen sich in der Regel unter 10.000 Euro. An der Universität Bielefeld gibt es eine Forschungsstelle für Immobilienrecht, die im Jahr 2010 etwa 1 500 Vermieter befragt hat, die durch Betrugsmaschen der Mietnomaden betroffen wurden. Sie kamen zu einem Ergebnis: Rund 75 % der Mietnomaden hatten Schäden von unter 10.000 Euro.
Wenn Vermieter tatsächliche Opfer eines zahlungs­unwil­ligen Mieters werden sollten, dürften die Versicherungssummen der beiden Mietnomadenversicherungen insofern reichen.

Die Haftzeit bei der Rhion Versicherung dauert maximal 12 Monate und es dauert im Schnitt 15 Monate bis ein Mieter, der in den ersten drei Monaten nach Einzug die Mietzahlungen eingestellt hatte, aus der Wohnung geklagt war. Das heißt, dass der Vermieter dort womöglich auf einem Teil der Schäden sitzen bleibt. Wenn also die Gefahr existiert, einem Mietnomaden zum Opfer zu fallen, dann macht eine Mietnomaden­versicherung durchaus Sinn.

Einmietbetrug bedeutet, dass bei Abschluss des Mietvertrages dem Täter klar ist, dass er die eingegangene Verbindlichkeit nicht erfüllen kann und wird. Im Wohnungsvermietungsbereich kommt der Einmietbetrug relativ häufig vor. Die Wohnung wird von Täter gemietet, sie zahlen die erste Miete und lassen alle weiteren Zahlungen aus. Wenn man ein Vermieter ist, hat man keine andere Chance – man muss eine langwierige Räumungsklage mit einem Anwalt beginnen.
Die Wohnung verlässt man meist fluchtartig und in einem sehr schlechten Zustand, sodass oft eine Renovierung nötig ist.

Ein Einmietbetrug kann auch im Hotelbereich stattfinden. Das Prinzip ist gleich – nur der Schaden ist geringer. Im Mai 2013 sind Neuregelungen im Mietrecht eingetreten. Sie beinhalten die Regelung, dass Räumungssachen vor Gericht vorrangig bearbeitet werden müssen und das Gericht den Mieter verpflichten kann, für Nutzungsentgelte eine Sicherheit zu stellen. So verhindert man, dass der Vermieter am Ende des Gerichtsverfahrens auf den Mietschulden sitzen bleibt. Um einen Einmietbetrug vorzubeugen, sollten potentielle Mieter vor Abschluss des Vertrages gründlich gescheckt werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, z. B.:

  • Aktuelle Wohnanschrift notieren,
  • Personalausweis vorzeigen lassen,
  • Gehaltsnachweis vorlegen lassen,
  • Selbstauskunft verlangen.
  • Absprache mit Vorvermieter,
  • Schufa-Auskunft verlangen,

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