Europäischer Wohnungsmarkt – ist das Wohnen noch bezahlbar?

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Europäischer Wohnungsmarkt – ist das Wohnen noch bezahlbar?

Das Wohnen in Europa wird immer teurer, wie der Deloitte Property Index 2018 deutlich zeigt.[1]

Dabei gilt Deutschland im europäischen Vergleich als durchaus bezahlbar, wobei Deutschland allerdings Spitzenreiter beim Kaufpreiswachstum (9,6%) ist. Natürlich ist dies auch stark Standort abhängig, denn München landete erstmals unter den drei teuersten europäischen Städten. Man kann also durchaus sagen, dass das Gefühl der Verbraucher der Realität entspricht – die Wohnungspreise in Deutschland haben deutlich angezogen.

Die Kaufpreise in verschiedenen europäischen Ländern schwanken stark, hier ein paar Beispiele:

  • 1080 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung im ungarischen Debrecen
  • 16.512 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung in London
  • 7.500 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung in München (130 Prozent über dem Landesdurchschnitt)

Allerdings muss auch gesagt werden, dass die hohen Preise nur ein Teil der Thematik sind, denn man muss auch und vor allem die Kaufkraft der Verbraucher im Auge behalten. Eine ca. 70m² große Wohnung in Deutschland kostet im Schnitt fünf Bruttojahreseinkommen. In Frankreich muss ein Verbraucher acht Jahreseinkommen und in Großbritannien gar zehn Jahreseinkommen für die gleiche Wohnung bezahlen. Praktisch „unbezahlbar“ für den Durchschnittsbürger sind die Wohnungen in Ländern wie Tschechien, Polen und Ungarn. Denn hier liegen die Durchschnittseinkommen sehr tief und in Tschechien muss man daher mehr als elf Jahreseinkommen für eine Eigentumswohnung bezahlen.

Wohnen zur Miete oder im Eigentum?

In Deutschland liegt der Schwerpunkt des Wohninvestments klar in den Städten. Dies ist allerdings nicht unbedingt in allen Städten Europas so.

Ein wichtiger Faktor für den Wohneigentumskauf sind die niedrigen Zinsen, die es leichter machen, Kredite aufzunehmen. Allerdings wird in immer mehr Orten der Wohneigentum ein echtes Luxusgut. Da sich immer weniger Menschen das leisten können, weiche sie lieber auf Mietwohnungen aus. Ein deutlicher Trend ist gerade bei den Millenials zu erkennen, die komfortable und flexible Wohnlösungen vorziehen, die sich problemlos der wechselnden Lebenssituation anpassen können, statt sich auf Jahre an einen Ort und vor allem an eine Hypothek zu binden.


[1] https://www2.deloitte.com/de/de/pages/real-estate/articles/deloitte-property-index-2018.html

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